„let’s talk“ in Dortmund: Kunst erleben, Führungen buchen

Abstraktes Gemälde mit überlagerten Gesichtern in kräftigen Farben, roten Linien und gestischer Malweise.

Im Flux Inn können Besucherinnen und Besucher Platz nehmen und miteinander ins Gespräch kommen. Dieser Raum gehört zur Sammlungspräsentation „let‘s talk. sprechen über kUNSt“ im Museum Ostwall im Dortmunder U. Die Ausstellung auf den Ebenen 4 und 5 verbindet Kunstbetrachtung mit einer Frage des Zusammenlebens: Wie gelingt Austausch, wenn Meinungen weit auseinandergehen?

Das Museum an der Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund, richtet sich mit der Präsentation und ihren Vermittlungsangeboten an verschiedene Altersgruppen. Für Gruppen und Schulen sind Führungen beziehungsweise Workshops buchbar; hinzu kommen Kindergeburtstage und Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Begleitungen. Ein Beginn oder Ende der Ausstellung, Öffnungszeiten, Eintrittspreise und konkrete Buchungsbedingungen werden im vorliegenden Programmtext nicht genannt; auch Angaben zu Anreise und Barrierefreiheit fehlen.

Zwei Ausstellungsebenen für unterschiedliche Perspektiven

Auf Ebene 5 zeigt das Museum Ostwall Werke seiner Sammlung, die zwischenmenschliche Kommunikation zum Thema haben. Dabei geht es um Schwierigkeiten beim Reden und um Möglichkeiten des Austauschs, wenn Sprache versagt. Die Kunstwerke bilden den Ausgangspunkt, um über diese Fragen nachzudenken.

„let’s talk“ in Dortmund: Kunst erleben, Führungen buchen

Auf Ebene 4 rückt das Gespräch zwischen den Besucherinnen und Besuchern in den Mittelpunkt. Werke zu gesellschaftlichen Themen laden dazu ein, die eigene Sicht zu formulieren und mit anderen Perspektiven abzugleichen. Eine Meinung kann dabei genauer werden oder sich verändern. Der Rundgang bietet damit Anlässe, sowohl über die Werke als auch über den eigenen Blick auf andere Menschen zu sprechen.

Ein konkretes Beispiel ist Timm Ulrichs’ „Wolf im Schafspelz, Schaf im Wolfspelz“. Das Werk spielt laut Museum mit Misstrauen und der Frage, was hinter einer Fassade steckt. Es greift damit ein Thema auf, das über die Betrachtung des Kunstwerks hinaus ins Gespräch führen kann.

„let’s talk“ in Dortmund: Kunst erleben, Führungen buchen

Flux Inn und ZERO-Raum setzen unterschiedliche Akzente

Der zentrale Gesprächsraum Flux Inn bündelt Angebote und Veranstaltungen, die den Austausch unterstützen. Hier findet auch die Programmreihe „fricti:on“ des MO_Beirats statt. Sie stößt künstlerische Neuproduktionen im Dialog mit Werken der Ausstellung an und wird von einem Podcast begleitet.

Daneben schafft die Präsentation Raum für Ruhe. Im „Raum der Stille“ sollen die gezeigten Kunstwerke zum Nachdenken und Zur-Ruhe-Kommen beitragen. Der Programmtext beschreibt außerdem den ZERO-Raum: Dort sind Werke der ZERO-Bewegung zu sehen, während der Raum zugleich zum Entspannen und Innehalten einlädt.

„let’s talk“ in Dortmund: Kunst erleben, Führungen buchen

Zu den weiteren Arbeiten gehört Wolf Vostells Rauminstallation „Thermo-Elektronischer Kaugummi (T.E.K.)“. Sie ist wieder in der Sammlung zu erleben. An ausgewählten Terminen kann sie unter Anleitung der Kunstvermittlung selbst ausprobiert werden. Diese Aktivierung ist ein gesonderter Programmpunkt und gehört deshalb gezielt in die Besuchsplanung.

Angebote für Familien, Schulen und Gruppen

Das Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung um gemeinsames Betrachten, Gespräche und kreatives Arbeiten. Eine Führung widmet sich Kommunikation, Austausch und unterschiedlichen Perspektiven. Ein Kurs verbindet die Beschäftigung mit Kunstwerken mit dem Entwickeln eigener kreativer Ideen.

Für Kinder nennt die Quelle unterschiedliche Altersgrenzen. Ein Angebot ab sechs Jahren lässt Kinder ein Wort finden und anschließend damit spielen, malen oder tanzen. Ein Ferienworkshop ab vier Jahren nimmt Schatten, dunkle Farben und rätselhafte Figuren als Ausgangspunkt für eigene Gruselbilder mit Licht- und Taschenlampeneffekten. Die Altersangaben beziehen sich auf die jeweiligen Angebote.

Für einen organisierten Besuch führt das Museum buchbare Gruppenführungen, Kunstworkshops und dialogische Museumsbesuche für Schulen auf. Kita-Gruppen können verschiedene Workshop-Reihen buchen. Menschen mit Demenz und ihre Begleitungen können gemeinsam „Zeit für Kunst“ verbringen. Wer einen Geburtstag mit Freunden im Museum feiern möchte, findet dafür ebenfalls ein buchbares Angebot im Programm des Museum Ostwall.

Quelle: Dortmunder U – Programm

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Kulturredaktion

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